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    Triptychon Dieses Triptychon wurde uns im Rahmen des Schulfestes von den Schülern Maxwell und Yassim vom Alice-Salomon-Berufskolleg geschenkt.
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AG Geschichten

ES WAR EINMAL…

eine Lehrerin, die eine Arbeitsgemeinschaft „Geschichten“ anbieten wollte. Sie hatte viele verschiedene Ideen, was man in einer solchen AG alles machen kann und freute sich sehr auf ihre zukünftigen AG-Stunden. Schnell und motiviert entwarf sie folgende Einladung für die Schüler der Nelson-Mandela-Schule:

???? Magst du Geschichten ????

Wir möchten gemeinsam … SCHÖNE, SPANNENDE, WITZIGE, TRAURIGE, WICHTIGE, GRUSELIGE Geschichten LESEN, HÖREN, ERZÄHLEN, GESTALTEN, ERFINDEN, SPIELEN und VERFILMEN.

!!! Dann komm doch in unsere Geschichten-AG !!!

Und dann machte die Lehrerin sich daran – und es mache ihr viel Spaß - auch die entsprechenden Geschichten dafür auszusuchen.

Als sie dann die Liste der Kinder bekam, die die AG besuchen wollte, war die Lehrerin doch sehr überrascht, dass es fast nur Jungs waren, die ihre AG gewählt hatten. Konnte es denn sein, dass an der Nelson-Mandela-Schule so viele Jungs Geschichten liebten - so wie sie?

An dem Tag der ersten AG-Stunden bekam die Lehrerin dann auch die AG-Wahlzettel der Schüler und wenigen Schülerinnen, und war ein wenig enttäuscht. Hatten denn wirklich nur so wenige Geschichten gewählt und wollten eigentlich die meisten wirklich lieber Fußball machen? Aber es half ja nichts. Die begehrten Plätze in der Fußball-AG waren alle vergeben und jetzt galt es sich auf die Geschichten einzulassen.

Am Anfang merkte die Lehrerin, dass es den Schülern noch schwerfiel, weil sie ja eigentlich andere AG-Wünsche hatten. Aber nach einer gewissen Zeit waren die meisten bereit mitzumachen und ließen sich auf die verschiedenen Geschichten und Darbietungsformen ein.

Als die Lehrerin die AG plante, hatte sie sofort einen Wunsch: Sie wollte auf jeden Fall den Kindern eine wunderbare Geschichte vorstellen, die sie vor einigen Jahren als Buch gelesen hatte: Tintenherz. Und nachdem sie einige Male aus dem Buch vorgelesen hatte, brachte sie die Geschichte als Hörbuch mit und ließ ab da den wunderbaren Erzähler weitermachen. Dabei entstanden auch ganz tolle Zeichnungen von den Charakteren d.h. den Figuren aus der Geschichte – besonders von Staubfinger - die die Schüler während des Hörens malten. Am Ende wollte die Lehrerin den Kindern die Geschichte auch als Film zeigen, obwohl sie das Buch so viiiiiiiiiiiiiiiiiel besser fand! Trotzdem ist der Film ganz schon spannend!!!

Aber es wurde auch viel gepuzzelt. Bildgeschichten wurden zusammengesetzt und erzählt. Zum Beispiel die schöne Geschichte von dem Mann, der aus Liebe zu seinem Hund das Hundehalsband anlegt und bellt oder von der unbescheidenen Frau, die alles neu und schöner haben wollte und die am Ende von ihrem Mann verlassen wird, der nun wieder ganz bescheiden leben kann und glücklich ist. Bei unseren Ratekrimis begleiteten wir die SCHWARZE HAND und es mussten Fälle gelöst werden mit Hilfe einer Geschichte und eines Bildes. Als Bewohner einer Stadt erzählten wir mit anhand eines großen Plakates Geschichten aus dem Park. Mit Hilfe einer Filmleiste haben wir dann auch mit den Pfefferkörnern gezittert und ihre Abenteuer nacherzählt. Besonders mutig waren auch einige Schüler und Schülerinnen, als sie die kleinen vorgegebenen oder selbstgewählten Witze darstellen sollten und dabei auch gefilmt wurden. Hier haben alle erkannt, dass es eigentlich nicht sehr viele gute und wirklich lustige Witze gibt.

Als es mal so richtig schön sonnig und warm war, sind wir auf den Spielplatz gegangen und haben uns mal richtig bewegt nach all dem Denken, Zuhören und Gestalten und haben dabei die Gelegenheit genutzt, dort Gefühle darzustellen und als Standbilder zu fotografieren. Alle haben sich getraut und es sind ganz tolle Bilder dabei herausgekommen!
Ein ganz trauriges Ereignis hat das geplante Programm dann noch einmal verändert: Peter Lustig - einer der größten Geschichtenerzähler für Kinder - ist gestorben und zu diesem Anlass haben wir uns auch noch einmal an die wundervollen Löwenzahngeschichten erinnert und einige Ausgewählte angesehen und besprochen.

Wir haben aber auch weit zurück gesehen in eine Zeit, in der Geschichten im Film nur mit Bildern und noch nicht mit Sprache erzählt wurden, was für die Schauspieler eine ganz besondere Herausforderung war. Einer der ganz großen war Charly Chaplin. ER konnte mit seinem Körper und seinem Gesicht so viel ausdrücken und war dabei so tragisch und so komisch. Schade, dass wir zu wenig Zeit hatten, um uns noch etwas genauer mit diesen Stummfilmgeschichten zu beschäftigen.

Doch am Anfang, damit auch keine Geschichte verloren ginge, bastelten alle Schüler eine schöne Sammelmappe, in der die gepuzzelten Geschichten, die Zeichnungen oder die Ratekrimis aufbewahrt werden konnten.

Immer wieder zwischendurch gab es aber auch mal Zeit, über eine persönliche Geschichte zu berichten, wenn man das denn dann auch gerne machen wollte. Und so verging das Jahr ganz schnell und die Lehrerin ging immer gerne in die AG, die leider öfter auch mal ausfallen musste, weil es so wichtige andere Termine wie Fortbildungen gab.
Einige Schüler haben die AG zwischendurch gewechselt – einige sind gegangen und einige sind gekommen. Und die Lehrerin hat gar nicht mehr gemerkt, dass eigentlich ganz viele lieber zum Fußball wollten.

Viele haben begeistert das ganze Jahr mitgemacht, die meisten haben sich rege beteiligt und so hat es der Lehrerin wirklich Freude bereitet mit DIESEN Schülern die Geschichten-AG zu machen. Schade, dass ein Jahr so schnell zu Ende geht. Aber die Lehrerin wird sich immer gern an diese Stunden erinnern.

… EINE TOLLE GESCHICHTE MIT EINEM HAPPY END!

Evaluation Wir sind inzwischen bis zur 10. Klasse ausgebaut.

"Ist die Sekundarschule die richtige Schulform für mein Kind?" Das ist eine Frage, die sich viele Eltern vor der Anmeldung fragen.

An Elternsprechtagen stellen wir immer wieder fest, dass ein überwältigender Anteil der Eltern mit der Schule und der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen hoch zufrieden ist.